Schön eine Austauschplattform zu haben

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Re: Schön eine Austauschplattform zu haben

Beitrag  Lutz am Fr Jun 20, 2014 6:25 am

Ein herzliches Hallo nach Okinawa---- sunny 

Gruß
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Re: Schön eine Austauschplattform zu haben

Beitrag  Kanki 1578 am Fr Jun 20, 2014 6:40 am

Hallo Lutz, auch Euch Gruesse in den deutschen Morgen hinein!
Bei uns ging´s heute um 7.00 kollektiv mit Fussballgucken los, der Hoersaal meines voellig Fussball-desinteressierten Kollgen war um 8.30 gaehnend leer clown clown  Ach, haetten die Studis sich das ganze Leid mit der physisch kaputten japansichen Mannschaft erspart und lieber etwas ueber Schiller und Goethe gehoert...
Till

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Re: Schön eine Austauschplattform zu haben

Beitrag  Lutz am Fr Jun 20, 2014 6:54 am

Viel Fußball schau ich nicht---unsere Kunden wollen ihre bemalten Figuren haben und das hat Priorität--so ist das wenn man selbständig ist--


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Re: Schön eine Austauschplattform zu haben

Beitrag  DickerThomas am Mo Jun 23, 2014 9:27 am

Hallo Till,

danke für deine Info... und wie war der Kurztripp nach Good Old Germany... ?

Was mich etwas verwundert hat, waren seine Angaben zu den Pferden selbst... da wäre jeder Kavallerie-Angriff mit Lanzen von vorne rein zum Selbstmord deklariert worden... da die Pferde viel zu sensibel gewesen wären für so eine Attacke... dies würde vor allem die "Takeda" betreffen, da man Shingen ja nachgesagt hat... den Kavallerie-Angriff in Japan revoluzioniert zu haben.. desweiteren seine Angaben zu Nagashino haben mich auch etwas verwundert.. Anzahl der Krieger und der Schlachtverlauf als solches... wobei mir im allgemeinen die Anzahl der Krieger während der Kämpfe in der Sengoku als relativ gering erscheint.. das könnte aber auch an etwaigen Mißinterpredationen meineseits liegen... das Buch ist halt aufgrund der Übersetzung nicht unbedingt leicht zu lesen...  Embarassed Embarassed Embarassed 
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Re: Schön eine Austauschplattform zu haben

Beitrag  Kanki 1578 am Di Jun 24, 2014 2:00 am

Hallo Thomas,

ja, Nagashino! Da hat sich in den letzten Jahrern viel Forschung getan. Ich habe auch selbst ueber die japanische Kavallerie geschrieben, im 1.Bd. der Sengoku-Samurai. Es gibt mehrere Argumente fuer die neue Sicht: Das eine ist Takeda Shingens Lieblingspferd, das mit ihm beerdigt wurde. Man hat das Skelett wieder zusammen gesetzt und war bass erstaunt, wie klein es ist. Wir wuerden es Pony nennen, aber es ist natuerlich eine eigene, sehr zaehe Pferderasse mit Faehigkeiten eher bei Belastbarkeit und Temperament, nicht bei Geschwindigkeit (oder Schoenheit... pig  ). Bei uns in Okinawa auf der Insel Yonaguni leben auch noch solche Pferde halbwild. Wenn man dann die Aufzeichnungen der Tokugawa dazunimmt, die den ganzen Pferdebetrieb der Taekda 1582 uebernommen haben und Nagano/Yamanashi zum Zentrum ihrer eigenen Pferdezucht und -ausbildung gemacht haben, wird klar, dass es nicht viel mehr als zum Trabangriff geriecht haben kann. Der Reiter erhob sich auch nicht so hoch ueber den Fusskaempfer wie auf einem modernen Rennpferd. Du musst Dir den Gaul eher als mobile Waffenplattform vorstellen: Reiter traben an und versuchen in der Bewegung oder auf der Stelle mit der geschwungenen und 360 Grad gewirbelten Lanze andere zu treffen. Die massiven Steigbuegel sind auch zum darin Stehen gedacht. Hinter den Reitern laufen die Gefolgsleute zu Fuss, sie halten ganz gut Schritt mit den langsamen Pferden und treffen nur wenig spaeter am Kampfplatz ein, umgeben ihren Chef und sichern, gehen auf Verwundete los usw. Wenn wie bei Nagashino ungewoehnlich hohe Verluste auftreten bzw. auch noch ein kleiner Fluss stoert, fallen nicht nur jeweils Reiter aus, sondern fuer jeden Reiter in Schwierigkeiten auch einige Fusskaempfer, denn die kuemmern sich zuerst um ihren Chef. Die robuste Palisade verhindert, dass die Reiter Fusskaempfer mit der Lanze treffen koennen.

Das andere neue Stueck, ziemlich detailliert bei Conlan, ist die archaeologische Untersuchung des Schlachtfelds, das ja ziemlich gut erhalten ist. Man kann eigentlich auch selber sehen, dass die Kurosawa-Version nicht stimmen kann, wenn man davorsteht. Rechts und vor allem links der Palisade ist das Gelaende sehr interessant. Teils bewaldet, vor allem Mulden, Senken. Blickschutz. Man hat alles mit Metalldetektoren abgesucht und viele Bruchstuecke gefunden, und zwar in einer Weise, dass klar wird, dass die Oda-Truppen an den Seiten in die Flanken der Takeda fielen. Immerhin waren sie fast 3-fach ueberlegen, und ein grosser Teil dieser Macht war den Takeda verborgen. Man koennte fast von einem Hinterhalt in grossem Stil sprechen.

Uebersetzung - ich lese den Conlan lieber im Original, Du hast Recht, das kann gefaehrlich sein, wenn der Uebersetzer kein Fachmann ist...

Herzliche Gruesse von Till


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Re: Schön eine Austauschplattform zu haben

Beitrag  DickerThomas am Di Jun 24, 2014 4:43 pm

Hallo Till,

vielen Dank für die Info...

Der Übersetzer wird als Bundeswehr-Offizier angegeben... wobei da zwar militärisches Wissen vorhanden sein sollte aber bezüglich dem Tierreich..  Embarassed  . Im Buch wird in der Übersetzten Version angegeben, daß die Pferde sehr schreckhaft und widerspenstig wären (eher vergleichbar mit nem Maultier), so daß jeglicher Versuch z.B. einen Pfeil nach vorne abzuschießen, oder gar mit einer Lanze nach vorne zu zeigen, mit dem aufbäumen oder gar einem Abwurf geendet wäre, daß wäre natürlich für jeden Reiter fatal gewesen...

Das Kavallerie-Angriffe mehr im "Trab" ausgeführt würden, daß würde ja auch tw. für Europa zu treffen, da ich gelesen habe, daß Angriffe im Galopp erst später ( so ab den Zeiten Friedrichs des Großen) zum Tragen kamen, da die Kavallerie ja auch mit Gewehren ausgestattet waren. (ich hoffe ich verzapf hier keinen Blö....n ),...

Ich sag ja , hab ich mal gelesen....

Bezüglich der Pferdegröße selbst, waren die Aussagen zu erwarten.. die Pferde der Mongolen waren ja im Verhältnis auch kleiner als die der Europäer... wobei ich denke, daß nach dem Invasionsversuch der Mongolen, es bestimmt zu Kreuzungen zwischen dem Japanischen Urpferd und den Mongolenpferden gekommen sein dürfte, bzw. dies auch von den Japanern unterstützt bzw. gewollt wurde.

Wegen der Untersuchung des Schlachtfeldes... da hätte ich jetzt von meiner Sicht aus doch ein paar Zweifel... da in Japan das Land eh knapp ist, wurde normalerweise auch auf den wenigen Flächen starck Landwirtschaft betrieben, welches doch eigentlich Ausgrabungen usw. ershcweren dürften... da mgl. ein Bauer etwaige Fundstücke ( Metallteile usw.) doch wohl von seinem Grund entfernt haben dürfte... Ist aber nur ne Theorie von mir , die anderen sind die Spezialisten... und dürften solche Gedankengänge mit Sicherheit auch gehabt und überprüft haben....
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